Führung in der Ausbildung
Ausbilder sind Führungskräfte — das wird oft vergessen
Ausbilder führen junge Menschen in eine Berufswelt die sich gerade grundlegend verändert. Sie haben Verantwortung für Kompetenzentwicklung, für soziale Integration, für die Weitergabe von Erfahrungswissen. Und sie sind oft die erste Führungsebene die mit den Spannungen des Wandels in unmittelbarem Kontakt steht.
„Was braucht es in dieser Situation? Keine neuen Techniken. Sondern eine klare Haltung. Die Fähigkeit zu erklären, warum etwas wichtig ist — nicht nur wie es geht."
Die drei Rollen im Ausbildungsalltag
Mitarbeiter an der Basis
Braucht Vertrauen. Dass sein Wissen nicht gegen ihn verwendet wird — sondern als das anerkannt wird, was es ist: ein Wert für den Betrieb.
Meister und Vorarbeiter als Ausbilder
Haben ihren Status oft durch genau dieses Wissen erworben. Was gebraucht wird: Souveränität — Wissen teilen ohne Angst vor Bedeutungsverlust.
Die Führungsebene dahinter
Psychologische Sicherheit als Grundvoraussetzung. Wer bestraft wird wenn er Probleme benennt, schweigt. Wer für Offenheit belohnt wird, teilt.
Können · Dürfen · Wollen
Eine Kompetenz ist erst dann vollständig ausgeprägt wenn alle drei zusammenkommen. Das gilt für den Auszubildenden der sein Wissen einbringen soll — und es gilt genauso für die Führungskraft die das ermöglichen muss.
Können — die Fähigkeit und das Wissen ist vorhanden. Dürfen — der Rahmen und das Vertrauen sind gegeben. Wollen — die Bereitschaft und Motivation sind da. Fehlt eines dieser drei, funktioniert Wissenstransfer in der Ausbildung nicht.