Bevor ich auf RoboIntern selbst eingehe: Drei Dinge haben mich am Tool im Alltag wirklich genervt. Im SQL-Editor sieht man immer nur drei Zeilen Code, weil das Fenster nicht größer wird — bei einem 200-Zeilen-Statement ist das ein Witz. Es gibt keine Möglichkeit, Kommentare oder Notizen zu Aufgaben mitzugeben — wenn ein Job seit zwei Jahren läuft, weiß niemand mehr, was er eigentlich tut und warum. Und Archiv-Ordner werden nicht vernünftig aufgeräumt, sodass irgendwann Gigabytes an alten Exports auf der Platte liegen.
Das war der Anlass für ein privates Wochenend-Projekt: ein eigenes Web-Dashboard in Python, das genau diese drei Lücken schließt — und dabei aus RoboIntern ein nachvollziehbares, dokumentiertes Produktionswerkzeug macht.
Was das Dashboard kann: Es liest die config.xml von RoboIntern, zeigt alle Tasks mit Aufgaben, Triggern, Parametern und SQL-Statements vollflächig im Browser mit Syntax-Highlighting — endlich liest man 200 Zeilen SQL ohne Cursor-Akrobatik. Es liest die logs.txt live mit. Es erlaubt eigene Kommentare pro Task, gespeichert in einer separaten JSON-Datei und über die OrderID an den Task gebunden, sodass sie bei Reihenfolge-Änderungen nicht verrutschen. Und es bringt eine Archiv-Rotation mit Zeitraum-Scheduling mit (täglich/wöchentlich/monatlich/quartalsweise/jährlich), die alte Exports automatisch ausräumt. Insgesamt neun Tabs vom Live-Dashboard über Datei-Suche und Templates bis zum eingebauten Hilfe-Tab.
Technisch ein Flask-Server mit Browser-Frontend, als einzelne .exe mit etwa 15 MB paketiert — alle Python-Bestandteile sind eingepackt, eine Python-Installation ist nicht nötig. DLL-Auslagerung habe ich bewusst weggelassen: Die Größe ist überschaubar, dafür ist es eine Datei zum Verteilen statt eines Ordnervoll Abhängigkeiten. Auto-Shutdown bei Inaktivität, eigener Launcher mit Splash, Lizenzschutz. RoboIntern bleibt dabei unangetastet — das Dashboard liest nur dessen Konfiguration und Logs und ergänzt seine eigene Schicht obendrauf.
Ehrlichkeit vor Hochglanz: Das Tool ist nicht für den Verkauf gedacht, sondern eine Antwort auf konkrete Frustpunkte aus dem Alltag.
Interesse am Dashboard? Das Tool ist ein privates Projekt und nicht öffentlich zum Download freigegeben. Wer ähnliche Probleme mit RoboIntern hat und das Dashboard testen oder Erfahrungen austauschen möchte, kann mich gern über das Kontaktformular anschreiben.
Vor einiger Zeit bin ich über RoboIntern gestolpert — ein kleines, kostenloses Werkzeug für Windows, mit dem man wiederkehrende Aufgaben am PC automatisieren kann. Kein Hexenwerk, kein Marketing-Donner: ein solider Task-Scheduler mit grafischer Oberfläche, der Dateien kopiert, Mails verschickt, Programme startet, ZIP-Archive packt und ein paar Dinge mehr.
Was ist RoboIntern?
RoboIntern ist eine portable Freeware, die nach dem Prinzip Wenn-Dann arbeitet — ähnlich wie der Online-Dienst IFTTT, nur eben lokal auf dem eigenen Rechner. Man definiert eine Aktion (was soll passieren) und einen Trigger (wann soll es passieren). Beim Start zeigt das Hauptfenster eine Liste aller angelegten Aufgaben mit ID, Name, Aktion, Trigger, Status sowie letzter und nächster Ausführungszeit.
Beim ersten Start wirken die mitgelieferten Beispiel-Tasks zunächst etwas erschlagend. Hat man aber einmal verstanden, wie ein Task aufgebaut ist, ist das Ganze überraschend geradlinig. Eingestellt wird nichts kompliziertes — kein Programmieren, keine Skriptsprache nötig.
Das spricht dafür
- Portabel — Keine Installation, keine Registry-Einträge. Das Programm läuft direkt aus dem Ordner und kann auch vom USB-Stick gestartet werden.
- Kostenlos für den privaten Einsatz — Keine zeitlich begrenzte Testphase, keine versteckten Funktionen hinter einer Bezahlschranke.
- ODBC-Datenbankanbindung — SQL-Skripte und Stored Procedures direkt ausführen, Daten aus beliebigen ODBC-Quellen (SQL Server, Oracle, MySQL, PostgreSQL, MariaDB, DB2 …) nach Excel oder Textdatei transferieren. Für ein kostenloses Tool außergewöhnlich.
- SQL-Trigger — Tasks lassen sich auslösen, wenn eine ODBC-Abfrage Datensätze liefert. Damit reagiert die Automatisierung direkt auf Datenbankzustände — eine Funktion, für die bei kommerziellen RPA-Tools meist extra bezahlt wird.
- Skriptfähig in fünf Sprachen — Python, PowerShell, VB.Net, R und JavaScript können als Aktion ausgeführt werden. Damit ist das Tool für eigene Erweiterungen und für die Anbindung von Statistik- oder Datentransformationen offen.
- Office- und Datenbankintegration — Excel, Word, Access werden direkt unterstützt — inklusive VBA-Makros, Excel-Datenverbindungen aktualisieren, Word-Dokument-Links neu laden und Daten zwischen den Anwendungen schubsen.
- Task-Verkettung — Ein Task kann andere Tasks anstoßen oder auf deren Erfolg/Fehler reagieren. So lassen sich auch komplexere Abläufe in saubere Einzelschritte zerlegen.
- Datentransfer mit Verschlüsselung — FTP, SFTP und OpenPGP für Verschlüsselung und Entschlüsselung von Dateien. Damit ist auch der sichere Austausch mit externen Systemen abgedeckt.
- Dynamische Variablen — Inputs für Tasks lassen sich variabel halten — etwa Datumsangaben oder Pfade, die sich täglich ändern.
Aktionen — was RoboIntern alles kann
Über das + Symbol oben rechts legt man eine neue Aufgabe an. Es gibt drei Reiter: Actions, Triggers und Misc. Die Auswahl an Aktionstypen ist für ein kostenloses Tool ordentlich.
Dateisystem
Datei oder Ordner kopieren, verschieben, löschen, umbenennen, anlegen, öffnen.
Mails verschicken — mit eingebetteten Bildern, Anhängen oder Daten direkt aus einer Datenbank.
ODBC-Datenbank
SQL-Skripte und Stored Procedures ausführen, Daten nach Excel oder Textdatei exportieren.
Skripte
Python, PowerShell, VB.Net, R und JavaScript als Aktion ausführbar.
Excel
Bereiche kopieren, Formeln setzen, Verbindungen aktualisieren, in PDF drucken, Charts in Word transferieren.
Access
Abfragen ausführen, Daten nach Excel oder Textdatei transferieren, VBA-Makros starten.
Word
Dokumente in PDF konvertieren, Texte ersetzen, Excel-Bereiche und Charts einfügen, Links aktualisieren.
Seiten löschen, Dateien zusammenführen oder splitten, Bilder zu PDF zusammenfügen.
FTP & SFTP
Dateien und Ordner hoch- und herunterladen, von Server zu Server transferieren.
Verschlüsselung
OpenPGP-Schlüsselringe erzeugen, Dateien verschlüsseln und entschlüsseln.
Maus & Tastatur
Bewegungen aufzeichnen und abspielen — klassische RPA-Funktion für Programme ohne API.
ZIP
Dateien oder Ordner packen (optional verschlüsselt) und entpacken.
Programme
Anwendungen starten oder beenden — auch externe Tools über Kommandozeile.
PC-Status
Sperren, abmelden, herunterfahren, neu starten.
Web
Datei herunterladen oder Webseite öffnen.
System
Benachrichtigung mit Sound anzeigen, eigene Einstellungen sichern.
Bei Datei-Operationen überschreibt RoboIntern standardmäßig vorhandene Dateien. Wer das nicht will, muss den Schalter umlegen — an dieser Stelle lohnt es sich, genau hinzusehen.
ODBC & Datenbanken — die heimliche Stärke
Das ist für mich der Punkt, der RoboIntern am deutlichsten von typischer Hobby-Freeware abhebt: echte ODBC-Anbindung. Damit lassen sich SQL Server, Oracle, MySQL/MariaDB, PostgreSQL, DB2 und alles andere ansprechen, wofür ein ODBC-Treiber existiert. Konkret kann das Tool:
- SQL-Skripte direkt ausführen — beliebige SELECT-, INSERT-, UPDATE- oder DDL-Statements gegen eine ODBC-Datenquelle starten, mit oder ohne Parameter.
- Stored Procedures aufrufen — auch komplexere serverseitige Logik lässt sich so anstoßen, ohne dass man irgendwo eine Schnittstelle programmieren muss.
- ODBC → Excel — Abfrageergebnisse direkt in eine Excel-Datei transferieren. Praktisch für Reports, die jede Nacht automatisch aus dem ERP- oder MES-System gezogen werden.
- ODBC → Textdatei — Export nach CSV oder TXT, etwa als Übergabe an andere Systeme oder für die Archivierung.
- Excel → Access — Daten aus Tabellenblättern in eine Access-Datenbank pumpen. Auch der umgekehrte Weg (Access → Excel oder Textdatei) ist abgedeckt.
Besonders interessant ist der ODBC-Trigger: Ein Task lässt sich nicht nur zeitgesteuert starten, sondern auch dann, wenn eine SQL-Abfrage Datensätze zurückliefert. Damit reagiert die Automatisierung direkt auf Datenbankzustände — typische Anwendung: „Sobald in der Tabelle Aufträge ein neuer Eintrag mit Status freigegeben erscheint, ziehe die Stückliste, erzeuge das Begleitdokument als PDF und lege es in den Druckordner." Das ist eine Funktion, für die in kommerziellen RPA-Suiten gerne ein Vielfaches gezahlt wird.
Wer ein ERP-System mit ODBC-Zugang hat (das trifft auf nahezu alle gängigen Systeme zu), kann auf diese Weise sehr schnell eigene kleine Automatisierungen rund um das ERP bauen — Reports, Datenabgleiche, Übergaben an externe Stellen — ohne den ERP-Hersteller einbinden zu müssen.
Skripte ausführen — Python, PowerShell, VB, R, JavaScript
RoboIntern kann Skripte in fünf Sprachen direkt als Task-Aktion starten:
- Python — die universelle Sprache für Datenverarbeitung, Web-Anbindung, Bildverarbeitung. Genau hier setzt meine eigene Erweiterung an.
- PowerShell — die Standard-Skriptsprache unter Windows für alles, was mit Systemverwaltung, Active Directory oder Exchange zu tun hat.
- VB.Net — für Anwender, die aus der VBA-Welt kommen und ihre Logik weiterverwenden möchten.
- R — die statistische Sprache für Auswertungen und wissenschaftliche Datenanalyse.
- JavaScript — etwa für die Verarbeitung von JSON-Daten oder die Interaktion mit modernen Web-APIs.
Das macht das Tool extrem offen. Wenn die mitgelieferten Aktionen nicht reichen, schreibt man die fehlende Logik selbst in der Sprache, die einem am nächsten liegt — und ruft sie als Aktion in einem Task auf. Eingaben kommen über Kommandozeilenparameter oder dynamische Variablen, Rückgabewerte können den nächsten Task auslösen oder als Ergebnis ausgewertet werden.
Genau dieser Mechanismus ist die Grundlage für meine eigene Python-Erweiterung: RoboIntern wird zum Trigger und Orchestrator, die eigentliche Logik läuft im Python-Aufsatz. So bekommt man das Beste aus beiden Welten — bequeme Bedienung für die Standardfälle, volle Kontrolle für die Spezialfälle.
Trigger — wann soll es laufen
An Auslösern bietet RoboIntern alles, was man im Alltag braucht — und ein paar Dinge mehr, die man bei einem Freeware-Tool nicht erwartet:
- Zeitbasiert — einmalig zu festem Datum, täglich, wöchentlich, monatlich, in hoher Frequenz oder alle X Tage.
- Datei-Ereignis — wenn eine Datei erstellt, geändert oder gelöscht wird. Klassisch für Posteingangs-Ordner oder Übergabeverzeichnisse.
- E-Mail-Eingang — Tasks lassen sich starten, wenn eine bestimmte Mail eintrifft. Damit sind Mail-zu-Datei- oder Mail-zu-Datenbank-Workflows abbildbar.
- ODBC-Abfrage liefert Daten — die SQL-Variante des Triggers. Die Datenbank wird in einem festgelegten Takt abgefragt; sobald die Query Datensätze liefert, läuft der Task.
- Anderer Task fertig — Erfolg oder Fehler eines vorherigen Tasks als Auslöser. Hebel für Verkettungen.
- System-Ereignis — Computerstart, Aufwachen aus dem Standby, Sperren oder Entsperren.
- Manuell — Lauf nur auf Knopfdruck.
Gerade die Task-Verkettung ist mächtig: Task A entpackt eine Lieferung, Task B verschiebt die Dateien, Task C schickt eine Mail, dass alles fertig ist. So lassen sich auch komplexere Abläufe in saubere Einzelschritte zerlegen, die jeweils für sich genommen einfach bleiben.
Ein einfacher Task in drei Schritten
Zum Reinkommen reicht das klassische Hello World. Im Reiter Action wählt man „Notification – Display a message" und tippt einen Text ein, optional mit Sound.
Im Reiter Trigger stellt man die Zeit ein. Zum Testen am besten eine Minute in der Zukunft. Im Reiter Misc bekommt der Task einen sprechenden Namen, dann auf Add Task klicken.
Wenn der Timer abläuft, taucht die Benachrichtigung pünktlich auf. So unspektakulär das wirkt — genau dieser Ablauf ist die Grundlage für alle Automatisierungen, die später folgen.
Praxisbeispiel: Datei kopieren bei Änderung
Das ist die Sorte Automatisierung, für die man solche Tools wirklich nutzt. Aktion: Datei kopieren von Quelle nach Ziel. Trigger: ein bestimmtes Dokument wurde geändert. Speichern, fertig — ab diesem Moment liegt nach jedem Speichern automatisch eine Sicherung im gewünschten Ordner.
Genauso lässt sich ein manueller Task bauen, der einen Ordner zippt und das Archiv ablegt — und ein nachgelagerter Task verschickt eine Bestätigungs-Mail, sobald der erste durch ist. Alles ohne eine Zeile Code.
Verwaltung der Tasks
In der Hauptansicht sieht man alle Tasks auf einen Blick. Per Rechtsklick lässt sich ein Task umbenennen oder klonen — Klonen ist Gold wert, wenn man Varianten desselben Ablaufs braucht. Neben jedem Eintrag gibt es vier Buttons: zurücksetzen, ausführen, bearbeiten, löschen.
Die Tasks sind durchnummeriert; die Reihenfolge bestimmt, in welcher Folge sie ausgeführt werden. Status, letzte Ausführungszeit und nächster geplanter Lauf stehen direkt in der Liste — das reicht für den schnellen Überblick im Alltag.
Was mir fehlt — und warum ich erweitert habe
Bei aller Stärke der Funktionsliste: Im Alltag stoße ich an drei Stellen immer wieder auf dieselben Hürden. Genau diese drei Punkte waren der Anlass für mein eigenes Dashboard.
- SQL-Editor zu klein — Im Aufgaben-Fenster sieht man immer nur drei Zeilen Code gleichzeitig. Bei einem 200-Zeilen-Statement ist das absurd. Das Fenster lässt sich nicht vergrößern, der Inhalt nicht in einem ordentlichen Editor öffnen. Wer ernsthaft mit längeren SQL-Skripten arbeitet, scrollt sich tot.
- Keine Kommentare oder Notizen — Es gibt keinerlei Möglichkeit, eine Aufgabe zu dokumentieren. Wenn ein Job seit zwei Jahren stabil läuft, weiß niemand mehr, warum er überhaupt eingerichtet wurde, was er tut und an wen man sich bei Problemen wendet. Das ist für ein produktives Werkzeug ein echtes Manko.
- Archive werden nicht aufgeräumt — RoboIntern packt Daten nach FTP, exportiert nach Excel oder CSV, sichert PDFs — aber niemand räumt hinterher auf. Die Folge: Gigabytes an Alt-Exports auf der Platte, irgendwann ein voller Server.
- Logging dünn — Bei produktivem Einsatz möchte man nachvollziehen, was wann mit welchem Ergebnis gelaufen ist. Die mitgelieferte Logdatei reicht für eine schnelle Diagnose, aber nicht für ein Audit.
- Beispiel-Tasks wirken abschreckend — Die mitgelieferten Beispiele sind eher Werbeflyer als Lernhilfe. Erst eigene Tasks bauen, dann verstehen.
- Mehrere Instanzen möglich — Es lassen sich mehrere Programminstanzen samt Tray-Icon starten. Ob Bug oder Feature — Vorsicht, bevor man dieselben Tasks doppelt anlegt.
Aus diesem Frust heraus ist ein eigenes Browser-Dashboard entstanden. Es liest die config.xml und logs.txt von RoboIntern, zeigt alle Tasks vollflächig mit SQL-Syntax-Highlighting, erlaubt eigene Kommentare pro Task (gebunden an die OrderID, damit nichts verrutscht) und bringt eine vernünftige Archiv-Rotation mit Zeitraum-Scheduling mit. RoboIntern selbst bleibt unangetastet — das Dashboard ist eine reine Lese- und Ergänzungsschicht obendrauf.
Für wen ist RoboIntern geeignet — und für wen nicht?
RoboIntern funktioniert hervorragend für alle, die am Einzelarbeitsplatz wiederkehrende Aufgaben loswerden wollen: Backups, Datei-Übergaben zwischen Ordnern, automatische Mail-Versendung, kleine Routine-Skripte. Für die Werkstatt, das Büro, das Homeoffice oder einen einzelnen Arbeitsplatz in der Produktion ist es ein sehr brauchbarer Helfer.
Weniger geeignet ist es für komplexe, vernetzte Geschäftsprozesse mit vielen Beteiligten, Rollen und Freigaben. Es ersetzt keine Enterprise-RPA-Lösung und will das auch nicht. Auch wer harte Compliance-Anforderungen an Logging und Audit-Trails hat, wird mit der mitgelieferten Diagnose nicht glücklich — da muss man entweder selbst nachrüsten oder gleich zu einem anderen Werkzeug greifen.
Fazit
RoboIntern ist ein ehrliches, kostenloses Werkzeug mit einem überraschend großen Funktionsumfang. Was die Software für mich von der typischen Hobby-Freeware abhebt, ist die Kombination aus drei Punkten: echte ODBC-Anbindung mit SQL- und Stored-Procedure-Ausführung, Skriptfähigkeit in fünf Sprachen (Python, PowerShell, VB.Net, R, JavaScript) und der SQL-Trigger, der Tasks aufgrund von Datenbankzuständen startet.
Damit ist das Tool nicht nur Datei-Schubser, sondern ein vollwertiger Orchestrator zwischen Office-Anwendungen, Datenbanken und externen Skripten. Für den Einzelarbeitsplatz oder die kleine Abteilung in Werkstatt, Büro oder Homeoffice ist das eine erstaunliche Leistung — und man bekommt sie ohne Lizenzgebühr.
Schwächen gibt es trotzdem: Der SQL-Editor mit seinen drei sichtbaren Zeilen ist absurd, Kommentare zu Aufgaben fehlen komplett, und Archive werden nicht aufgeräumt. Genau diese drei Punkte haben mich so sehr genervt, dass ich an einem freien Wochenende mein eigenes Browser-Dashboard drumherum gebaut habe — privates Projekt, nicht zum Verkauf, einfach weil es im Alltag fehlt.
Vier Sterne also. Wer ein kostenloses Werkzeug sucht, das Office, Datenbanken und Skripte sauber miteinander verbindet und sich obendrein erweitern lässt, findet hier ein erstaunlich rundes Paket. Mit kommerziellen RPA-Suiten kann es bei Compliance, Audit-Trail und großen Anwenderlandschaften nicht konkurrieren — das ist auch nicht der Anspruch.
Bezug: RoboIntern ist Freeware für Windows. Direkt auf robointern.tech erhältlich.